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Kellernacht 2011

Die fünfte Weidenberger Kellernacht ist die bisher beste          von Otto Pilz


WEIDENBERG.
Zweimal im Jahr rückt das sanierte Sandsteinensemble im Obermarkt in den Blickpunkt der breiten Öffentlichkeit: beim Andreasmarkt und bei der Kellernacht. Heuer war es bereits die fünfte „Nacht der Nächte“, die am Freitag wieder Hunderte in die historische Bausubstanz zwischen Rathausplatz und Altem Schloss lockte. Die Organisatoren mit Roland Seiler und Werner Schamel an der Spitze hatten viel Herzblut in die Vorbereitung gelegt und für die nächtliche Zeitreise ins Mittelalter ganze Arbeit geleistet: mehr Action, viel gute Musik, zum Thema passender Gesang, mehr „Labestationen“ für rustikale Gaumenfreuden und ein optimierter Programmablauf. Nimmt man die gute Stimmung als Gradmesser, so war es die bislang beste Veranstaltung dieser Art in der historischen Altstadt.

Infotafeln sehr beliebt
Der Feiermarathon begann mit einem Konzert im Schlosskeller, diesmal mit dem Multitalent Claus J. Frankl, Helene Frucht (Klavier) und Melodien aus dem alten Berlin. Marguerite Kollo, die Tochter des Komponisten Willi Kollo, steuerte eine Lesung aus der Biografie ihres Vaters bei.

Sieben der insgesamt 37 Felsenkeller hatten für den Gang durch die Unterwelt geöffnet.

Für den Granitkeller unter der alten Wildmeisterei mussten die Geopark-Ranger sogar Zusatzführungen einlegen. Sehr gut kamen die neuen Infotafeln an, auf denen der Ablauf minuziös aufgelistet war. Grex Confusus aus Hohenberg an der Eger begeisterte mit irisch-keltischen Klängen, die Bayreuther Nachwuchsrocker von Schall und Rauch mit Eigenkompositionen. Die Bayreuther Katzbalgerey und die Aktivisten von Historica Widenbergensis, die ein Feldlager mit Markttreiben und Handwerkern aufgebaut hatten, die große Schar der Minnesänger aus der Kantorei und die Chöre des Gesangvereins – sie alle trugen ebenso zum Gelingen bei wie die Tänzerinnen von Spettacolo Cortigiano, der Burschenverein Concordia und der Gaukler Rebasius Funkenflug. Hans Walter Bottenbruch führte durchs Programm, Thorsten Neukam als Nachtwächter durch die Gassen.Die Kulinarik reichte von der Sau am Spieß mit Kellerbrot aus alten Getreidesorten bis zu hin zu
vegetarischen Köstlichkeiten aus aller Welt.

Otto Pilz